Preetz for Future

Zukunft gestalten

Mit rund 16.000 Einwohnern (darunter rund 350 Geflüchtete) ist Preetz die größte Stadt im Kreis Plön südöstlich von Kiel in Schleswig-Holstein. Die Stadt Preetz ist eine strukturell unterfinanzierte Kommune. Daher ist für neue Ideen und Projekte im Bereich Jugend, Bildung und Kultur kein Geld vorhanden.

  • Es gibt kein Trampolin auf einem öffentlichen Spielplatz, weil kein Geld da ist.
  • Es gibt keine Babyschaukeln für Kleinkinder, weil kein Geld da ist.
  • Es gibt keine Schulküchen, in denen gekocht wird, weil kein Geld da ist.
  • Es gibt kein Lesefest, weil kein Geld da ist – stopp! Das wollen wir ändern!

Mit der Gründung eines Vereins wollen wir die Zukunft von Preetz und dabei insbesondere die Zukunft der jüngsten Preetzer gestalten.

Mit der Fridays-for-Future-Bewegung verbindet uns der Wunsch nach Nachhaltigkeit und schnellem Handeln. Wir wollen uns nicht noch die nächsten zehn Jahre sagen lassen, dass die Stadt Preetz für die Gestaltung unserer Zukunft kein Geld hat.

Erst die Gründung eines Vereins ermöglicht es, Fördergelder (z.B. für Digitalisierung oder Leseförderung im ländlichen Raum) einzuwerben und Spendenquittungen auszustellen. Damit können wir Geld sammeln, um Projekte umzusetzen, die Bildung, Kultur, Demokratie und Nachhaltigkeit fördern.

Unter anderem wollen wir die Digitalisierung in Preetz und an den Preetzer Schulen vorantreiben. Wir möchten die Spielplätze in Preetz zu attraktiven Lern-, Bewegungs- und Begegnungsorten für alle Altersgruppen machen. Wir wollen Jung und Alt, Zugezogene und Alteingesessene zusammenbringen, um beim Lesefest „Preetz liest“ in fremde Welten einzutauchen und gemeinsam die Liebe zu guten Geschichten zu feiern.

Lesefest

„Preetz liest“ ist ein Lesefest für die ganze Stadt. Jede:r Preetzer:in ist eingeladen, sich mit einer eigenen Veranstaltung zu beteiligen. Externe Gäste sind als Veranstalter und Besucher ausdrücklich erwünscht.

Das 1. Preetzer Lesefest 2020 steht unter dem Thema „Herkunft“. Geplant sind Veranstaltungen rund um aktuelle Literatur, Lesungen, moderierte Gespräche und Diskussionen, eine Bilderbuch-Lesewiese und eine Schreibwerkstatt. Die Lese-Events können nicht nur in der Stadtbücherei, in der Volkshochschule und den beiden Preetzer Buchhandlungen stattfinden, sondern auch in Vereinen, im Krankenhaus, Altenheim, in Schulen, Kitas, Cafés, im Coworking Space, im Park und auf dem Ruderboot…

Gründen Sie mit und gestalten Sie mit uns die Zukunft von Preetz!

Schreiben Sie uns: mail[at]charlotte-reimann.de

PS: Ein interessanter Artikel in der Süddeutschen Zeitung (09.02.2020) beleuchtet, warum Kommunen wie Preetz finanziell abgehängt sind:

„Kommt eine Kommune finanziell nicht klar, verhängt die Kommunalaufsicht strenge Auflagen. Die Stadt darf dann nur noch das Nötigste ausgeben, muss an allen Enden sparen, um das Ziel des ausgeglichenen Haushaltes vielleicht trotzdem zu verpassen; gleichzeitig wird sie für ihre Bürger oder neue Investoren immer unattraktiver; ja, sogar für ihre örtlichen Unternehmen, die vor allem in den klammsten Kommunen die höchsten Gewerbesteuersätze zahlen.

So ist der Hauptgrund für all das verfallene Fördergeld, das nun niemals in Klimaschutz, Projekte der sozialen Stadt oder die Infrastruktur fließen wird, der Personalmangel. Die Bearbeitung ist so zeitaufwendig und komplex, dass die Baureferate vielerorts schlicht nicht mehr nachkommen. Das liegt aber eher nicht daran, dass die Stadt ihr Personaltableau dämlich geplant hat, sondern sie wurde zur Zeit des Streits um die Gemeindefinanzen vom jeweiligen Land dazu gezwungen: Personalabbau spart Geld. Der Wiederaufbau dagegen ist umständlich und langwierig.“